Wissenswertes über Vitamin D

Vitamin D, auch das „Sonnenschein Vitamin“ genannt, übernimmt eine Vielzahl an Aufgaben in unserem Körper.

In erster Linie hat ein ausgewogener Vitamin D Spiegel eine unterstützende Wirkung auf unser Immunsystem und wirkt somit als Präventivmaßnahme gegenüber vielen Krankheiten. Aber auch das allgemeine Wohlbefinden wird durch Vitamin D beeinflusst.

So können Entzündungen im Körper reduziert, Stress, Schlaflosigkeit und innere Unruhe abgebaut, die geistige Aufnahmebereitschaft und allgemeine Lebensfreude gesteigert werden.

Verschiedene, u.a. auch vom Robert Koch Institut durchgeführte Studien, belegen bei zwischen 50-80% der Bevölkerung einen Vitamin D Status unter dem Grenzwert. Selbst im Sommer ist die Mehrheit der Bevölkerung unzureichend mit Vitamin D versorgt.

Bekannt ist, dass Kleinkinder bis zum Alter von 2 Jahren Vitamin D bekommen, um Rachitis zu verhindern. Auch die Prävention verschiedener Knochenkrankheiten wie Osteoporose durch Vitamin D ist allgemein anerkannt.

Zu den leichter erkennbaren Symptomen eines Vitamin D Mangels gehören erhöhte Nervosität, Müdigkeit und Lustlosigkeit. Schlafstörungen und depressive Verstimmungen können ebenfalls Anzeichen für eine Unterversorgung an Vitamin D sein.

Es kann zu körperlichen Schmerzbefinden, Allergien und Organbeschwerden kommen.

Bei einem Mangel an Vitamin D funktionieren einige Organe nur eingeschränkt, was die Entstehung chronischer Krankheiten wie Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Schlaganfall, aber auch zahlreichen Nervenerkrankungen wie Multiple Sklerose beeinflussen kann.

Vitamin D ist in nur wenigen Lebensmittel zu finden. Hierzu gehören Milch, Eier, Butter und fetter Fisch. Körperbedingt ist der Mensch jedoch nur in der Lage etwa 10% des benötigten Mindestbedarfs über die Ernährung abzudecken.

In medizinisch-wissenschaftlichen Kreisen ist es unstrittig, dass der Mensch auf natürlichem Weg über 90% des benötigten Vitamin D Bedarfs durch UV B Licht über die Haut aufnimmt. Sonnenlicht und regelmäßige Sonnenbäder sind daher also unverzichtbar, damit die Vitamin D-Synthese in der Haut überhaupt stattfinden kann.

Unsere heutigen Lebensumstände, das Leben und Arbeiten unter künstlichem Licht, verhindern jedoch häufig die optimale Versorgung mit Vitamin D. Auch eine voreilige und übervorsichtige Verwendung von Sonnencremes mit Lichtschutzfaktoren kann die Bildung von Vitamin D verhindern und ist daher eher kontraproduktiv. Auch hellhäutige Menschen haben einen Hauteigenschutz, der zumindest innerhalb der ersten 10 Minuten eine Rötung oder Verbrennung der Haut verhindert.

Die über die Sommermonate hin aufgebauten Vitamin D Depots sind zudem recht schnell aufgebraucht und der Anteil an UV B Licht in den dunklen Jahreszeiten (Oktober - März) reicht zur Vitamin D Bildung nicht aus.

Führende Vitamin D Experten empfehlen daher, sich mindestens zwei Mal die Woche maßvoll der Sonne auszusetzen. Hierbei ist es wichtig, dass ein Höchstmaß an Hautoberfläche mit dem Sonnenlicht in Verbindung kommt, da das Vitamin D in der Haut gebildet wird. Sonnenbäder am Strand oder im Garten sind daher äußerst empfehlenswert. In den Wintermonaten bietet das Solarium eine Alternative. Die Solarien Lampen simulieren die Sonne und geben UVA und UVB Licht ab. Entgegen dem natürlichen Sonnenlicht kann im Solarium die Leistungsabgabe kontrolliert und somit das Verbrennungsrisiko minimiert und die Nutzung der positiven Gesundheitsaspekte maximiert werden!

Vitamin D und die Gesundheit

awardNight 2007

Vitamin D ist für eine gute Gesundheit unerlässlich. Weltweite medizinische Studien beweisen den Nutzen und positiven Einfluss von Vitamin D zur Bekämpfung einer Vielzahl von Krankheiten. Noch unglaublicher, aber mit zahlreichen internationalen Studien untermauert, ist, dass das Sonnenhormon Vitamin D sogar vorbeugend bzw. hemmend gegen viele Krebsarten ist. Die höchsten Risikoreduzierungen fanden sich bei Darm-, Brust- und Prostatakrebs.

• Sonnenallergie und eine natürliche Lösung

Sonnenallergie erscheint oftmals mit den ersten Sonnenstrahlen im Frühling. Rötungen der Haut, juckende Schwellungen und kleine Bläschen bilden sich, nachdem die Haut UV Licht ausgesetzt wurde. 20 Prozent der Bevölkerung in der Europäischen Union leiden unter dieser Allergie. Etliche wissenschaftliche Studien empfehlen, dass die beste Gegenmaßnahme Prävention ist, und zwar mit einem leichten Anstieg der Besonnung – um der Haut Zeit zu geben, sich wieder an die Sonne zu gewöhnen.

Behandlungsoption

PLE ist eine Überreaktion des Immunsystems, ausgelöst durch die Bestrahlung mit ultraviolettem Licht. Diese „Sonnenempfindlichkeit oder Sonnenallergie“ kann vermieden werden, sagen Wissenschaftler. Da die allergische Reaktion ein Ergebnis der plötzlichen Besonnung nach etlichen Monaten der „Sonnenabstinenz“ ist, ist das langsame Adaptieren an die Besonnung der richtige Weg.

Wenn man der Haut erlaubt, sich in kleinen Schritten an das Sonnenlicht zu gewöhnen, wird die normale Reaktion (natürliche Pigmentierung der Haut) hervorgerufen und eine Überreaktion (wie PLE) kann vermieden werden.

Tatsächlich haben das Immunsystem und die Haut die Zeit, sich an die Sonnenstrahlen zu gewöhnen.

Frühlingsanfang oder Hochsommer

PLE erscheint oft zu Beginn des Frühlings, was logisch ist, da die Haut dem UV-Licht über Monate “verbannt” war und das Immunsystem seine Sommer-Fähigkeit, UV vernünftig zu verarbeiten, verloren hat. Aber auch mitten im Sommer, wenn die Haut bereits gebräunt ist, können Sonnenallergien auftreten.

Zum Beispiel dann, wenn die Haut nur bei geringen Intensität in Nordeuropa besonnt wurde und dann plötzlich im Urlaub in Südspanien wieder voll der Sonne ausgesetzt wird und zwar den wesentlich stärkeren Sonnenstrahlen dort.

Quelle: Epidemiology and pathologic mechanisms of polymorphic light eruption Soe Janssens University of Leiden 2008

  • Multiple Sklerose
  • Rheumatoide Arthritis
  • Type 1 Diabetes

Eine Studie, die 1.000 Frauen über 11 Jahre lang folgte, fand dass die Frauen mit einem aktiven Sonnenverhalten ein um 30% geringeres Risiko von Diabetes hatten im Vergleich zu denen mit Nicht-Aktiven-Sonnenverhalten.

Referenz:

Pelle G. Lindqvist a,*, Ha° kan Olsson b, Mona Landin-Olsson c

a Department of Obstetrics and Gynecology, Clintec, Karolinska University Hospital, Huddinge, Kvinnokliniken K 57,SE-14186 Stockholm, Sweden

b Department of Oncology and Cancer Epidemiology, Lund University Hospital, Lund University, Lund, Sweden c Department of Endocrinology, Clinical Science, Lund University Hospital, Lund University, Lund, Sweden

  • Alzheimer
  • Demenz
  • Depressionen

Symptome der Winterdepression / SAD:

  • Depressionen, die im Herbst oder Winter beginnen
  • Fehlende Energie
  • Nachlassendes Interesse an der Arbeit oder wichtigen Aktivitäten
  • Erhöhter Appetit mit Gewichtszunahme
  • Kohlehydrat- und Zuckergelüste
  • Erhöhter Schlafbedarf und überhöhte Tagesmüdigkeit
  • Sozialer Rückzug
  • Extreme Nachmittag-Absackung mit fehlender Energie und Konzentration
  • Nachlassender Sexualtrieb

Die bei Weitem effektivste Behandlung für SAD ist Sonnenlicht oder künstliches helles Licht, das die Effekte des Sonnenscheins im Sommer imitiert. In Norman Rosenthal`s Studie erzählte er einer großen Gruppe von Patienten, dass er sie alle hellem Licht aussetzen würde, was ihrem Zustand helfen könnte oder aber auch nicht. Er setzte die Hälfte der Patienten einer Licht-Intensität, die den Mittags-Sommer-Sonnenschein simulierte (zwischen 5.000 und 10.000 Lux), aus und den Rest hellem Haushaltslicht. Die Patienten selbst wussten nicht, welche Art von Licht sie bekamen. Fast alle der SAD Patienten, die dem hoch intensiven Licht ausgesetzt wurden, erfuhren eine dramatische Reduzierung ihrer Symptome; wohingegen diejenigen, die lediglich dem gelbem Licht ausgesetzt wurden, keine Verbesserung erlebten. Zahlreiche Studien haben diese Ergebnisse dupliziert.

Referenz: Michael F. Holick, Ph.D., M.D., The Vitamin D Solution, page 124-125

Schizophrenie

22 Krebsarten (z.B. Brust, Dickdarm, Prostata, Eierstock, Bauchspeicheldrüsenkrebs)

Besonnung und Vitamin D-reiche Ernährung senken Brustkrebs-Risiko um bis zu 43 Prozent

Studie unter 70000 Frauen belegt: Entscheidend ist dabei eine ausreichende UVB-Strahlendosis, Ernährung oder Nahrungsergänzung haben lediglich unterstützende Funktion

• Darmkrebs

Darmkrebs und Krebs der umliegenden Areale, bisweilen auch als Dickdarmkrebs bekannt, betrifft sowohl Männer als auch Frauen.

Ebenso wie Brustkrebs und Prostatakrebs tritt Dickdarmkrebs wesentlich häufiger auf als Hautkrebs und wesentlich tödlicher. Circa 150.000 Amerikaner werden jedes Jahr mit Darmkrebs diagnostiziert und circa 35 Prozent von diesen sterben daran. Es gibt viele Faktoren, die zu Darmkrebs führen können. Die am meisten bekannte ist die Ernährung. Fettreiche Ernährung, nicht-organisches, nicht grasgefüttertes rotes Fleisch sind besonders gefährlich. Andere Ernährungsformen, wie mit vielen Früchten, Gemüse und anderen rohen und organischen Lebensmitteln helfen dabei, Darmkrebs zu verhindern.

Vitamin D senkt die Sterberate bei Darmkrebs

Nachdem bereits mehrere ermutigende Veröffentlichungen erschienen waren, zeigte eine 2007 im Journal of the National Cancer Institute veröffentlichte Studie von US-Forschern aus Maryland an fast 17 000 Personen, dass ein Vitamin D-Spiegel über 32 ng/ml im Vergleich zu dem unter 12 ng/ml das Risiko für bösartige Dickdarmtumore wie auch beim Brustkrebs um 50 Prozent reduziert.

Vor allem bei Darmkrebs sei der Zusammenhang zwischen Vitamin D-Versorgung und Sterblichkeitsrate deutlich. 2008 bestätigte eine weitere Us-Publikation: Bei 304 Dickdarmkrebspatienten, die durchschnittlich 18 Jahre unter Langzeitbeobachtung standen, zeigte sich, dass die Überlebensrate in signifikantem Zusammenhang mit dem Vitamin D-Spiegel steht. Bei der besser versorgten Gruppe reduzierte sich die Gesamtsterblichkeit beinahe um die Hälfte, die tumorbedingte um beinahe 40 Prozent.

Die aktuelle Forschungslage zeigt, dass Vitamin D durchaus einen wichtigen Beitrag zur Prävention von bösartigen Darmtumoren zu leisten vermag. Ob es sich auch in der Therapie erfolgreich einstellen lässt, ist noch nicht hinreichend untersucht. Doch alles scheint darauf hinzudeuten, dass das Sonnenhormon bei dieser Krebsart ein ebenso wirkungsvoller Verbündeter ist wie bei Brustkrebs.

• Brustkrebs

Um 32 bis 43 Prozent verringern regelmäßige Aufenthalte an der Sonne und eine Vitamin D-reiche Kost das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken. Ausschlaggebend ist dabei eine ausreichende Dosis an UVB-Strahlen. Vitamin D-reiche Ernährung – etwa Fisch, Milchprodukte, Eier und bestimmte Ölsorten – oder Nahrungsergänzung können die Wirkung der Sonne zwar unterstützen, allein haben sie dagegen kaum Einfluss auf die Entstehung und den Verlauf einer Brustkrebserkrankung. Zu diesem Ergebnis kommen Forscher vom Institut National de la Santé et de la Recherche Médicale (INSRM) in Paris in einer in der Fachpublikation „Cancer Epidemiol Biomarkers“ veröffentlichten Studie.

Für ihre Untersuchung hatten die Wissenschaftler über einen Zeitraum von zehn Jahren rund 70000 Frauen beobachtet, 2871 Fälle von Brustkrebs wurden in dieser Zeit diagnostiziert. Demnach haben Frauen, die in sonnenreichen Regionen, wie der Provence, leben und sich Vitamin D-reich ernähren ein sehr viel geringeres Brustkrebs-Risiko als Frauen, die sich weniger an der Sonne aufhalten, in sonnenärmeren Gegenden leben und über die Ernährung oder Nahrungsergänzung weniger Vitamin D aufnehmen.

„Eine hohe Dosis an Vitamin D durch Sonneneinstrahlung und Ernährung ist notwendig, um einen ausreichenden Schutzeffekt für Brustkrebs zu erzielen. Dieser Wert ist allerdings für Frauen in nördlichen Ländern sehr schwer zu erreichen, da dort das Sonnenlicht nicht stark genug ist, um die ausreichende Vitamin D-Versorgung zu sichern“, lautet die Schlussfolgerung der Forschergruppe. Nach der Menopause, so die Wissenschaftler weiter, sei es ungleich schwieriger, den Schutzeffekt aus der Kombination von Sonne und Vitamin D-reicher Kost zu erzielen.

Referenz:

Pierre Engel, Guy Fagherazzi, Sylvie Mesrine, Marie-Christine Boutron-Ruault, Francoise Clavel-Chapelonet: “Joint Effects of Dietary Vitamin D and Sun Exposure on Breast Cancer Risk: Results from the French E3N Cohort”; in: Cancer Epidemiol Biomarkers Prev 2011;20:187-198. Published Online First December 2, 2010

 

• Hautkrebs

Maßvolle UV-Bestrahlung verhindert die Entwicklung von weißem Hautkrebs

Studie belegt: Vitamin D wirkt der Entstehung von entarteten Zellen entgegen

Übermäßige und dauerhafte Sonnenbestrahlung gilt als eine Ursache für den sogenannten weißen Hautkrebs. UV-Strahlen im Übermaß können die DNA im Zellkern der Hautzellen so weitgehend beschädigen, dass der natürliche „Reparatur-Mechanismus” nicht mehr wirksam nachkommen kann. Sogenannte Cyclobutan-Pyrimidin-Dimeren (CPD) entstehen, die wiederum bei der ständigen Neubildung von Zellen durch Zellteilung Hautkrebs verursachen und die Immunreaktion dagegen ausbremsen können. Seit einiger Zeit aber mehren sich die Hinweise darauf, dass ausgerechnet die Sonnenstrahlen „weißen Hautkrebs“ verhindern und heilen können.

So konnten Forscher an der Universität von Sydney, Australien, jetzt im Laborversuch an Mäusen nachweisen, dass Vitamin D in seiner wirksamen Form (1,25(OH)2D3) die Vermehrung der entarteten Zellen verhindert. In ihren Laborversuchen entdeckten die Wissenschaftler, dass diese gefährliche Entwicklung durch das aktive Vitamin D verlangsamt oder gar gestoppt wurde. Deutlich seltener kam es dadurch zur Entstehung von weißem Hautkrebs, wie dem Spinaliom (Stachelzellenkrebs), oder gutartiger Hauttumoren (Papillom).

Die aktive Form des Vitamin D entsteht zu 90 Prozent durch die UV-Strahlung der Sonne auf der Haut in einem komplexen Stoffwechselprozess, an dem Leber und Niere, aber auch die Hautzellen selbst beteiligt sind. In der Regel genügen bereits wenige Minuten an der Sonne, um diesen Prozess anzustoßen – und zwar lange bevor die UV-Strahlen irreparable Schäden in der DNA der Hautzellen angerichtet haben. Es kommt also darauf an, in welcher Dosierung man sich der Sonnenstrahlung aussetzt, um die positiven Effekte der UV-Strahlung zu nutzen und negative Folgen zu vermeiden.

Quelle: Katie M. Dixon, Anthony W. Norman, Vanessa B. Sequeira, Ritu Mohan, Mark S. Rybchyn, Vivienne E. Reeve, Gary M. Halliday, and Rebecca S. Mason: „1a,25(OH)2-Vitamin D and a Nongenomic Vitamin D Analogue Inhibit Ultraviolet Radiation–Induced Skin Carcinogenesis“; in: Cancer Prevention Research, 4(9) September 2011

 

Herz-Kreislauf-Krankheiten

Sonnenschein-Vitamin beugt Grippe vor.

Studienergebnisse belegen: Vitamin D-Versorgung ist einer der Ausschlag gebenden Faktoren für Ausbruch und Verlauf von Grippe–Epidemien

Die Vitamin D-Versorgung ist ein ausschlaggebender Faktor für den Ausbruch und den Verlauf von Grippe-Epidemien. Diese Schlussfolgerung ziehen norwegische Wissenschaftler in einer jetzt in der Fachzeitschrift „International Journal of Infectious Diseases“ veröffentlichten Studie zu Influenza-Epidemien.

Danach steigen die Infektions- und Sterberaten bei diesen Grippe-Epidemien mit abnehmender Sonnen-Exposition und daher geringerer Vitamin D-Versorgung. Besonders drastisch fallen die saisonalen Unterschiede beim Anteil der Todesfälle aus: Diese steigen im „Vitamin D-Winter”, wenn die Sonnenstrahlung zu schwach ist für die Vitamin D-Synthese über die Haut, um das 20- bis 600-fache an.

„Vitamin D wirkt antibiotisch und stärkt das Immunsystem. Es wird, angeregt durch die UV-Strahlung des Sonnenlichts, über die Haut gebildet. In den Wintermonaten, wenn die Sonne zu tief steht für die Vitamin D-Synthese, sinkt der Vitamin D-Spiegel. Dann kann das „Sonnenschein-Vitamin“ seine Schutzwirkung nicht mehr ausreichend entfalten“, erläutert Professor Johan Moan von der Universität Oslo, einer der Autoren der Studie, die Zusammenhänge.

In ihrer Studie ziehen die Wissenschaftler der Universität Oslo Daten zu Grippe-Epidemien in Schweden, Norwegen, den USA, Singapur und Japan heran und vergleichen auf Monatsbasis die Infektions- und Sterberaten mit der Stärke der UV-Strahlung des Sonnenlichts.

Hinweis:

Eine Zusammenfassung der Studie „Asta Juzeniene, Li-Wei Ma, Mateusz Kwitniewski, Georgy A.Polev, Zoya Lagunova, Arne Dahlback, Johan Moan: The seasonality of pandemic and nonpandemic influenzas: the roles of solar radiation and vitamin D“ findet sich auf der SRF-Webseite www.sunlightresearchforum.eu zum Download.
Nierenkrankheiten
Muskelstärkung
Übergewicht

Optimierte Vitamin D-Versorgung beugt Karies vor

Studie belegt: Sonnenschein-Vitamin treibt die Bildung antibakteriell wirkender Peptide an

Das Risiko an Karies zu erkranken ließe sich durch eine optimierte Versorgung mit Vitamin D deutlich senken. Ein Vitamin D-Spiegel von mindestens 30 Nanogramm pro Milliliter Blut (30 ng/ml) sorgt für die Bildung körpereigener antibakteriell wirkender Peptide, darunter Cathelicidine und Defensine, die die Karies-Erreger eindämmen. Zu diesem Ergebnis kommt William B. Grant, einer der weltweit renommiertesten Experten auf dem Feld der Vitamin D-Forschung, in einer Untersuchung, die er in der Fachzeitschrift „Dermato-Endocrinology“ vorstellt.

Für seine auf die USA bezogene Untersuchung wertete Grant 325 wissenschaftliche Studien aus, die eine Zeitspanne von der Mitte des 19. Jahrhunderts bis in die heutige Zeit abdecken und einen Zusammenhang zwischen der Intensität von UV-Strahlung und dem Auftreten von Karies belegen. „In geographischen Regionen mit geringerer UV-Strahlungsintensität tritt Karies deutlich häufiger auf als in Gebieten, die eine höhere UV-Strahlung aufweisen. UV-Strahlung regt die Bildung von Vitamin D an, Vitamin D ist wiederum der Motor für den Aufbau antibakteriell wirkender Peptide, die die Entstehung von Karies verhindern“, erläutert Grant die Wirkungszusammenhänge. Der Forscher empfiehlt, die Rolle einer optimierten Vitamin D-Versorgung bei der zahnmedizinischen Prophylaxe stärker zu berücksichtigen.

Vitamin D wird, angeregt durch UV-Strahlung, zu 90 Prozent über die Haut gebildet. Ein durchschnittlicher Vitamin D-Spiegel von 30 Nanogramm pro Milliliter Blut (30 ng/ml) gilt in der Wissenschaft als Wert, ab dem Vitamin D seine positiven Wirkungen ausreichend entfalten kann. Als optimal gelten Werte von 40 bis 60 ng/ml.

Quelle:

William B. Grant: „A review of the role of solar ultraviolet-B irradiance and vitamin D in reducing risk of dental caries“, in: Dermato-Endocrinology 3:3, 1-6; July/August/September 2011

Osteomalazie/Fibrmyalgie
Osteoporose
PMS

Sonnenschein-Vitamin begünstigt Fruchtbarkeit

Studie belegt: Je höher der Vitamin D-Level, desto wahrscheinlicher wird eine Schwangerschaft nach einer künstlichen Befruchtung

Eine optimale Versorgung mit Vitamin D ist einer der Erfolgsfaktoren bei der sogenannten „In-Vitro-Fertilisation“, der künstlichen Befruchtung im Reagenzglas. Je höher der Vitamin D-Level in der follikularen Flüssigkeit, in der sich die Eizelle befindet, desto wahrscheinlicher wird eine Schwangerschaft, belegen die Ergebnisse einer wissenschaftlichen Studie der medizinischen Fakultät der Universität Kocaeli, Türkei.

An der Studie nahmen 84 unfruchtbare Frauen teil, die sich einer In-Vitro-Fertilisation unterzogen. Die Frauen mit den höchsten Vitamin D-Gehalten in der follikularen Flüssigkeit wiesen nach der künstlichen Befruchtung eine höhere Schwangerschaftsrate auf, belegt die Studie. Die statistische Berechnung ergab, dass jede Erhöhung des Vitamin D-Levels um ein ng/mL die Wahrscheinlichkeit einer Schwangerschaft um sechs Prozent erhöht.

Ein durchschnittlicher Vitamin D-Spiegel von 40 bis 60 Nanogramm pro Milliliter Blut (40 - 60 ng/mL) gilt in der Wissenschaft als Wert, ab dem Vitamin D seine positiven Wirkungen optimal entfalten kann. Vitamin D wird, angeregt durch UV-Strahlung, zu 90 Prozent über die Haut gebildet.

Referenz:

Ozkan S, Jindal S, Greenseid K, Shu J, Zeitlian G, Hickmon C, Pal L: Replete vitamin D stores predict reproductive success following in vitro fertilization; in: Fertility & Sterility, 2010 Sep; 94(4): 1314 - 9

Mit der Sonne schalten Spermien den Turbo ein

Studie belegt: Angemessene Vitamin D-Versorgung verschafft Spermien einen Vorsprung an Beweglichkeit, Geschwindigkeit und Durchschlagskraft

Männer, die per Sonne oder unter dem Solarium viel Vitamin D tanken, verschaffen ihren Spermien einen Vorsprung an Beweglichkeit, Geschwindigkeit und Durchschlagskraft. Zu diesem Befund kommen Wissenschaftler der Universität von Kopenhagen in einer Studie, in der die Rolle des Vitamins D bei der menschlichen Spermienbildung beleuchtet wird.

Für ihre Untersuchung hatten die Wissenschaftler 300 zufällig ausgewählte Männer auf die Qualität ihrer Spermien getestet und bei weiteren 40 Teilnehmern eine Detailanalyse der Spermien im Labor durchgeführt. Gleichzeitig wurde der Vitamin D-Spiegel im Blut gemessen.

Fast die Hälfte der Männer wies einen zu niedrigen Vitamin D-Spiegel auf, der unter 50 nmol/l lag. Der von den meisten Experten empfohlene optimale Vitamin D-Wert liegt bei mindestens75 nmol/l. Die Spermien der Männer mit höheren Vitamin D-Werten zeigten deutlich bessere Leistungen, was ihre Beweglichkeit und Geschwindigkeit anbelangt. Auch die Zahl der gesunden Spermien lag bei den Männern mit Vitamin D-Mangel weit unter denen der Teilnehmer mit normalen Werten. Die Kalzium-Aufnahme war ebenso reduziert wie die für das Durchdringen der weiblichen Eizelle wichtige Akrosom-Reaktion. In den Labor-Untersuchungen kamen die Tests zu ähnlichen Ergebnissen.

Studie:

Martin Blomberg Jensen et al. (University Department of Growth and Reproduction, Rigshospitalet, Copenhagen, Denmark): “Vitamin D is positively associated with sperm motility and increases intracellular calcium in human spermatozoa”; in: Human Reproduction, 22 March 2011

Schuppenflechte
Rachitis
Schlafstörungen

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